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Kindergarten-Kunstwerke: Was tun mit dem Berg an Bildern?

Freitagnachmittag, der Rucksack wird ausgepackt – und wieder segeln drei neue Bilder, ein Klopapierrollen-Tier und ein gefaltetes Etwas auf den Küchentisch. Du freust dich, dein Kind strahlt, und trotzdem schwingt diese leise Frage mit: Wohin damit? Wir kennen das von unseren eigenen Kindern – und wir haben Krixelino genau aus diesem Gefühl heraus gegründet. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du dem Berg an Kindergarten-Kunstwerken mit gutem Gewissen begegnest, ohne die schönen Erinnerungen zu verlieren.

Ein Stapel bunter Kindergarten-Kunstwerke auf dem Tisch – was tun mit dem Berg an Bildern?

Warum sich der Berg überhaupt türmt

In den Kita-Jahren entsteht Kinderkunst am laufenden Band. Gemalt wird fast täglich, gebastelt wird zu jedem Jahreszeitenwechsel, und vor jedem Fest kommt noch eine Extraportion nach Hause. Über drei, vier Kindergartenjahre summieren sich so schnell mehrere Hundert Werke – mehr, als jede Wand und jede Schublade fassen kann.

Das eigentliche Problem ist dabei nicht der Platz, sondern das schlechte Gewissen. Jedes Bild ist ein kleines Stück deines Kindes, und genau deshalb fällt das Aussortieren so schwer. Die gute Nachricht: Du musst dich nicht zwischen „alles aufheben" und „alles wegwerfen" entscheiden. Es gibt einen Weg dazwischen – und er beginnt mit einer bewussten Auswahl.

Schritt 1: Auswählen statt alles aufbewahren

Eltern und Kind wählen gemeinsam die schönsten Kindergarten-Kunstwerke aus dem Stapel aus

Nimm dir den Stapel einmal in Ruhe vor – am besten gemeinsam mit deinem Kind. Drei einfache Fragen helfen beim Sortieren:

  • Steckt eine Geschichte dahinter, an die ich mich noch erinnere?
  • Zeigt das Werk einen typischen Moment dieser Phase – die allerersten Kringel und Linien, den ersten Kopffüßler?
  • Würde ich dieses Bild gerne an der Wand sehen?

Was mehrmals ein Ja bekommt, wandert auf den Lieblingsstapel. Erfahrungsgemäß bleiben pro Kita-Halbjahr nur eine Handvoll echte Schätze übrig – und genau die verdienen mehr als eine dunkle Schublade.

Schritt 2: Den Rest digital sichern, bevor er geht

Für alles, was du nicht im Original behalten möchtest, gilt eine einfache Regel: erst fotografieren, dann loslassen. So bleibt die Erinnerung erhalten, auch wenn das Papier später im Altpapier landet. Lege die Bilder dafür flach hin, fotografiere bei Tageslicht gerade von oben und ohne Blitz – schon hast du ein sauberes Abbild.

Wie du auch dreidimensionale Bastelarbeiten gut einfängst und worauf es beim Licht ankommt, haben wir Schritt für Schritt in unseren Fototipps für Kinderkunst-Vorlagen festgehalten. Wenn du den gesamten Jahrgang strukturiert ablegen möchtest, findest du weitere Methoden in unserem Artikel Kinderzeichnungen aufbewahren – 5 weitere Ideen.

Schritt 3: Aus den Lieblingsstücken ein Kunstwerk machen

Jetzt kommt der schönste Teil. Statt deine ein, zwei Favoriten wieder in eine Mappe zu legen, kannst du sie verwandeln. Bei der digitalen Veredelung wird die Zeichnung deines Kindes per Stilübertragung in einen echten Kunststil übersetzt – Aquarell, Pop Art oder ein klassischer Gemäldelook. Aus dem Kita-Bild wird ein Kunstwerk, das an der Wand hängen darf, ohne dass es seinen kindlichen Charakter verliert.

Ein Kindergarten-Bild im Original und daneben als veredeltes, gerahmtes Kunstwerk an der Wand

In unserer Kreativ-Werkstatt lädst du das Foto hoch, probierst verschiedene Stile in der Vorschau aus und entscheidest in Ruhe. Genau dieser Schritt nimmt dem Aussortieren das schlechte Gewissen: Der Berg schrumpft, aber die schönsten Werke werden zu einer bleibenden Erinnerung, die dein Kind in vielen Jahren noch stolz an der Wand wiedererkennt.

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Häufige Fragen zu Kindergarten-Kunstwerken

Muss ich wirklich jedes Kindergarten-Bild aufheben?

Nein – und die meisten Eltern fühlen sich befreit, wenn sie sich das einmal erlauben. Es ist völlig in Ordnung, eine kleine Auswahl der Lieblingsstücke im Original zu behalten und den Rest loszulassen. Wichtig ist nicht die Menge, sondern dass die Werke, die du behältst, wirklich etwas bedeuten. Ein bewusst ausgewähltes Kunstwerk erzählt mehr als fünfzig Blätter in einer Kiste, die nie wieder jemand ansieht.

Wie oft sollte ich die Kita-Bilder aussortieren?

Ein guter Rhythmus ist alle paar Monate – zum Beispiel am Ende jedes Kita-Halbjahres oder zu jedem Geburtstag. So bleibt die Menge überschaubar und du erinnerst dich noch gut daran, was hinter jedem Bild steckt. Wer wartet, bis sich zwei Jahre angesammelt haben, steht am Ende vor einem Berg, bei dem die Geschichten längst verblasst sind.

Mein Kind möchte nichts weggeben – wie gehe ich damit um?

Bezieh dein Kind ins Auswählen mit ein, statt heimlich auszusortieren. Kinder behalten oft genau die Bilder, die ihnen wichtig sind, und lassen den Rest erstaunlich leicht los. Hilfreich ist die Frage: „Welche zwei Bilder sind deine Lieblinge?“ Aus diesen Lieblingsstücken lässt sich später ein veredeltes Kunstwerk machen – das fühlt sich für Kinder nicht wie Wegwerfen an, sondern wie eine Auszeichnung.

Eignen sich auch gebastelte Kita-Werke und keine reinen Zeichnungen?

Ja. Gerade die dreidimensionalen Bastelarbeiten aus der Kita lassen sich schlecht lagern – ein Foto schräg von oben bei Tageslicht reicht aber, um daraus eine Vorlage für die digitale Veredelung zu machen. So bleibt die Salzteig-Schnecke oder die Klopapierrollen-Rakete als Kunstwerk erhalten, auch wenn das Original irgendwann zerbröselt.

Mach aus dem Lieblingsbild ein Kunstwerk, das bleibt

Such dir aus dem Kita-Stapel ein Werk aus, lade das Foto hoch und sieh in wenigen Minuten, wie aus dem Kindergarten-Bild eine bleibende Erinnerung wird.

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